Die Vitrulan Firmengeschichte

2016
Marktschorgast / Haselbach
Mehrheitsübernahme durch Adcuram

Die Industrieholding Adcuram Group AG, München, erwirbt im Rahmen einer Nachfolgeregelung 90% der Anteile der Vitrulan Group. Ein entsprechender Kaufvertrag wurde am 7. Oktober 2016 mit den Gesellschaftern unterzeichnet. Der bisherige Mehrheitsgesellschafter Hans Peter Cordts bleibt mit 10% an den operativen Gesellschaften Vitrulan Textile Glass GmbH, Marktschorgast, und Vitrulan Technical Textiles GmbH, Haselbach, beteiligt und führt die Gruppe auch weiterhin als Geschäftsführer.

2015
Marktschorgast
Markteinführung AcousTherm und Zellulosevlies

Ab Herbst 2015 ist die innovative AcousTherm-Tapete erhältlich. Sie reduziert einerseits merklich den Hall, dämpft Schallwellen und sorgt andererseits für einen verzögerten Wärmefluss in das Mauerwerk. So verhilft es lauten Räumen zu einer angenehmen Akustik und spart nebenbei noch Energie ein. Eine starke Leistung bei einer Materialdicke von gerade einmal 3,0 mm. Zusätzlich rundet Vitrulan das Tapeten-Sortiment mit der Aufnahme eines Zellulosevlieses ab.

2013
Haselbach / Marktschorgast
Rolf Klöpfer löst zum 1. Oktober 2013 Friedhelm Schwender als Geschäftsführer für Marketing und Vertrieb ab.
2012
Haselbach / Marktschorgast
20‐Jähriges Jubiläum der Vitrulan Technical Textiles GmbH

Zum 20‐jährigen Jubiläum der VTT Haselbach wird der Umbau des Verwaltungsgebäudes fertiggestellt. Gleichzeitig wird zur großen Jubiläums‐Feier nach langer Recherche die "Vitrulan Chronik" als Buch veröffentlicht.

Die VTT wird von der IHK Südthüringen zum "Unternehmen des Jahres" mit dem MuT Mittelstand und Thüringen)‐Preis ausgezeichnet.

Nach 32 erfolgreichen Jahren bei Vitrulan geht Karl‐Heinz Will, Geschäftsführer Finanzen und Personal in der Vitrulan Textile Glass GmbH, Marktschorgast und in der Vitrulan Technical Textiles, Haselbach zum 01.12.2012 in die Altersteilzeit und übergibt an Florian Krome.

2011
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Marktschorgast / Haselbach
Neues CI der Vitrulan Gruppe

Einführung eines neues Gesamtauftrittes der Vitrulan Gruppe und Umbenennung der Vitrulan Textilglas GmbH zu Vitrulan Textile Glass GmbH.

Eintritt von Hans‐Jochen Häusler in die Geschäftsführung der Vitrulan Technical Textiles GmbH.

2010
Marktschorgast
Markteinführung SYSTEXX by Vitrulan

Die Vitrulan Textilglas GmbH bringt SYSTEXX by Vitrulan auf den Markt – den ersten Wandbelag mit Life Time Garantie.

2008
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Marktschorgast / Haselbach
Weitere Umsetzung der neuen Gruppenstruktur

Gründung der Vitrulan Technical Textiles mit Sitz in Haselbach unter Einbringung der Armierungs‐ und Verstärkungsprodukte aus der Vitrulan Textilglas.

Die Vitrulan International GmbH übernimmt als Holding die Führung der Vitrulan‐Gruppe und führt die Tradition als Familiengesellschaft fort.

Michael Gebhardt tritt der Vitrulan Textilglas GmbH als Geschäftsführer bei.

2007
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Marktschorgast
Markteinführung des ersten magnetaktiven Wandbelags

Erste Auslieferung des magnetaktiven Wandbelages. Die Sichtseite besteht aus Glasgewebe, die Rückseite aus einer magnetaktiven Beschichtung. Das Patent darauf wird im November 2005 eingetragen.

Haselbach
Produktionserweiterung

Beginn der Produktion von hochwertiger Stapelfaser für Dekogewebe und Neubau Ausrüstung. Je nach Verwendungszweck bzw. Kundenwunsch können jetzt durch die Art der Appreturzusammensetzung unterschiedliche Artikeleigenschaften erzielt werden, z. B. hinsichtlich Steifigkeit, Weichheit, Glätte oder Farbe. Es ist auch möglich, durch entsprechende Zusätze das Gewebe mit bestimmten physikalischen Eigenschaften wie Flammbeständigkeit oder Alkaliresistenz auszurüsten.

2006
Moskau / Marktschorgast / Haselbach
Gründung der Vitrulan OOO Moskau

Gründung der Vitrulan International GmbH als Holding‐Gesellschaft der Vitrulan‐Gruppe mit Peter Cordts als Alleingesellschafter und Geschäftsführer.

Gründung der Vitrulan OOO Moskau als 100%‐ige Tochter in Russland.

Am Standort Marktschorgast werden 7 Mio. Euro in die Erweiterung von Logistik, Produktion und den Bau von neuen Produktions‐ und Lagerhallen investiert.

2004
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Zeil
Stilllegung des Werkes

Stilllegung des Werkes in Zeil am Main.

2002
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Haselbach
Glasgittergewebe

Beginn der Fertigung von Glasgittergewebe für Verstärkung von Putz und Platten.

Valmiera
Beteiligung zur Rohstoffabsicherung

Strategische Beteiligung zu 33% an der Valmiera Stikla Skiedra AG, Lettland, zur Rohstoffabsicherung.

2001
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Marktschorgast
Produktinnovation: die Aqua Technologie

Die Vitrulan Textilglas GmbH führt Glas‐Wandbeläge mit der "Aqua Technologie" ein. Bei dieser Innovation ist der Kleber bereits auf der Gewebebahn aufgebracht und muss nur mit Wasser aktiviert werden.

Haselbach
Neubau einer Halle für die Glas‐Stapelfaser‐Spinnerei

Glaspellets sind der Rohstoff, aus dem in der Spinnerei das Stapelfaservorgarn hergestellt wird. Das Glas wird in Düsenwannen bei ca. 1150°C geschmolzen. Aus bis zu 1200 Düsen tritt das geschmolzene Glas aus und wird über eine Trommel abgezogen.

Mithilfe eines Spinntrichters werden die Einzelfäden zum Stapelfaserband versponnen. Aufgespult und verpackt, wird das fertige Stapelfaserband als Schussmaterial in die entsprechenden Abteilungen, z. B. in die Weberei oder Zwirnerei, aber auch zur Weiterverarbeitung nach Marktschorgast verschickt.

1998
Melk / Haselbach
Verlagerung der Produktion

Stilllegung des Standortes Melk und Verlagerung der Produktion nach Haselbach.

1996
Haselbach
Abschluss der Sanierungsmaßnahmen zum 100‐jährigen Jubiläum

Zum 100‐jährigen Jubiläum des "Glaswerkes Haselbach" sind sämtliche Sanierungsmaßnahmen abgeschlossen: Investitionen von rund 20 Mio. DM, Abriss des alten Techniker‐Gebäudes und Neubau einer großen Lagerhalle. Stilllegung der Glasschmelzwanne für Glasröhren und ‐stäbe in Haselbach und Investitionen in den Neubau einer modernen Glasstapelfaserspinnerei

Produziert werden in Haselbach:
- Glasstäbe und ‐rohre aus klarem und Buntglas
- Glasstapelfaserlunte
- Glasstapelfasergarn und ‐zwirn
- Bitumenglasgewebe
- Glasgeflechte

1995
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Melk

Kauf eines Dekogewebe‐Standortes in Melk/Österreich vom Wettbewerber Tasso und Umbau als Produktionsstätte für Gittergewebe.

Marktschorgast
Umbruch in der Geschäfsführung

Peter Cordts, Sohn von Hans F. Cordts, wird zum Technischen Geschäftsführer bestellt.

1996 werden auch Karl‐Heinz Will (Finanzen) und Friedhelm Schwender (Vertrieb) Geschäftsführer der Vitrulan Textilglas GmbH. Das Unternehmen wird nach DIN EN ISO 9001 zertifiziert.

1992
Haselbach
Übernahme des Glaswerks Haselbach

Nach der Wiedervereinigung Deutschlands übernehmen die Gesellschafter Hans F. Cordts das Glaswerk Haselbach in Thüringen am 08. Mai 1992, das einst der Firma Schuller gehörte und das Marktschorgaster Werk bereits zu DDR‐Zeiten belieferte. Spezialisiert ist das Glaswerk Haselbach zu diesem Zeitpunkt auf die Produktion von Glasstäben und die Glasfaserspinnerei.

Mit hohen Investitionen in Gebäude und Ausrüstung wird der Standort zu einem leistungsfähigen Hersteller von Glasbitumengeweben, Armierungsgeweben, Stapelfasern und anderen technischen Textilprodukten.

1989
Marktschorgast / Zeil
Die Wirtschaft boomt

Die Werke in Marktschorgast und Zeil sind voll ausgelastet. Produziert werden
- Glasdekogewebe
- Glasarmierungsgewebe für Putze und Anstriche
- Glasgewebe‐Eckwinkel für Gebäude‐ und Fensterlaibungen
- Bitumenglasgewebe als Schutz und Träger für On‐ und Offshore Pipeline‐Isolierungen
- Glas‐Isolierprodukte als Schutz vor Wärme‐ und Energieverlusten
- Textilglasgeflechte für Packungen, Bänder, Gewebe und Konfektionen

Vitrulan baut die Produktion der Automatisierung von Glasdekogewebe aus und führt die automatische Einzelkartonverpackung ein.

Die Hoffnung, das Werk in Steinach nach der Wiedervereinigung zurückzugewinnen wird immer kleiner: Die Gebäude sind zum Teil verfallen, die dort mittlerweile produzierten Glasfaservliese und superfeine Glasfasern passen nur teilweise ins Sortiment.

1979
Zeil am Main
Ausbau der Gittergewebefertigung

Kauf eines ehemaligen AEG Telefunken‐Werkes
in Zeil am Main mit anschließendem Ausbau als Standort zur Gittergewebefertigung für Vollwärmeschutzsysteme.

1978
Marktschorgast
Gründung der Vitrulan Textilglas GmbH

Die Textilglasfabrik Hans F.C. Cordts wird in die Vitrulan Textilglas GmbH umgewandelt und "Vitrulan" wird als Warenzeichen eingetragen.

Als Reaktion auf die enorm steigende Nachfrage nach Glasdekogeweben wird eine 8.000m2 große neue Produktionshalle in Marktschorgast in Betrieb genommen.

1971-74
Marktschorgast
Entwicklung weiterer Anwendungsfelder

Herbe Umsatzeinbußen durch die Krise des Hauptkunden VW und die allgemeine Rezession durch die Ölkrise. Entwicklung weiterer Anwendungsfelder und Märkte für Glasdeko‐, Glasgitter‐ und Glasbitumengewebe sowie Glasisolierprodukte im In‐ und Ausland.

1973
Hamburg / Marktschorgast
Generationenwechsel

Nach über 50‐jähriger Firmengeschichte Übergabe der Geschäftsführung vom Gründer an seinen Sohn, den Kaufmann und Ingenieur Hans F. Cordts der schließlich als alleiniger Geschäftsührer die Geschäfte vom Hamburg nach Marktschorgast verlegt.

Das Exportgeschäft wird ausgebaut (z. B. Skandinavien, Österreich, Niederlande).

Weitere Anwendungsfelder werden entwickelt:
- Lampenschirme aus Glasgewebe
- Die ersten Wandbeläge aus Textilglas
- Glasgittergewebe

1968
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Haselbach
Neue Produkte und Namensänderungen

Aufnahme der Produktion von Glasmetallverbindungen für Neonröhren und Halbleiter. In den folgenden Jahren wechselnde Bezeichnungen und Zuordnungen: VVB «Technisches Glas, Ilmenau», Werk «Technisches Glas, Ilmenau», Betriebsteil des Glaswerks Altenfeld, Glaswerk Haselbach im Kombinat «Technisches Glas, Ilmenau».

1962
Haselbach / Marktschorgast
Hans F. Cordts wird alleiniger Geschäftsführer

1962 wurde Hans F. Cordts von seinem Vater als alleinvertretungsberechtigter Geschäftsführer der Gesellschaft Thüringische Glaswollindustrie, vormals S. Koch GmbH eingesetzt. Bis zum Ende der 1960er‐Jahre vermarktete das Hamburger Büro alle Produkte aus der Lohnfertigung und aus dem Werk in Marktschorgast.

1960
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Marktschorgast
Weiterentwicklung und Innovation

Entwicklung von Spezial‐Wärmeisolierteilen mit Kunststoffbeschichtung für VW. Weitere Innovationen: Glasgewebe für Lampenschirme und Dichtungsbahnen für Bedachungszwecke sowie die ersten Glasdekogewebe

1959
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Haselbach
Das Glaswerk Haselbach

Umwandlung der Wernerhütte in den "VEB Glaswerk Haselbach".

1958
Hamburg / Marktschorgast
Gründung der Textilglasfabrik Hans F.C. Cordts

Nach dem Verlust des Steinacher Werkes hielt Hans F.C. Cordts seine Geschäfte dennoch aufrecht. Er kaufte und verkaufte Textilglas‐Produkte der Coburger Firma Schuller, deren Werk in Haselbach, Thüringen, ebenfalls zwangsenteignet wurde. Sogar VW konnte als Kunde gewonnen werden, die die Isolierprodukte im VW Käfer verbauten.

Und: Glasgewebe wurde als guter Ersatz für Jute entdeckt. Glasgwebe mit einer versteifenden Appretur für Bitumen‐Dichtungsbahnen werden gut verkauft. Mit steigenden Anprüchen an die Bitumen‐Dichtungsbahnen entschied sich Hans F.C. Cordts zur Errichtung eines eigenen Werkes. Es wird im Mai 1958 mit 3 Mitarbeitern im Oberfränkischen Marktschorgast eröffnet.

Der Firmensitz der im gleichen Jahr gegründeten "Textilglasfabrik Hans F.C. Cordts" ist dabei nach wie vor in Hamburg.

1946
Steinach / Haselbach
Sequestrierung an die UdSSR

Nach dem Krieg:
Das Unternehmen in Steinach wird für Reparationsleistungen an die UdSSR sequestriert.

Entschädigungslose Enteignung der «Wernerhütte» durch die sowjetische Besatzungsmacht, Glaswerk Haselbach als SAG‐Betrieb der Sowjetunion.

1943
Haselbach
Expansion

Glasstapelfaservorgarn als Asbestersatz, 250t/Jahr Glasfaserproduktion werden überschritten; Neubau einer Glasziehanlage und eines Gemengehauses.

1936-38
Haselbach
Fortschritt

Entwicklung einer spinnbaren Glasfaser und Ausbau des Stabziehverfahrens zum Stabtrommelziehverfahren für die Herstellung von Textilglas in der "Wernerhütte" der Familie Schuller.

1931
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Steinach
Der erste Wandbelag aus Glas

Eine echte Innovation: Das Unternehmen produziert den ersten Wandbelag aus Glasgespinst – aus farbigen Gläsern. Die ersten Ideen entstanden für einen Ersatz der Asbestfilze in der Bitumendichtungsbahn durch Glaswollmatten.

Das horizontale Stabziehverfahren wird durch das Düsenziehverfahren aus Schmelzwannen ersetzt. Bis 1945 liefen in Steinach 45 Öfen!

Haselbach
Patenterteilung

W. Schuller erhält das Patent für das «Verfahren zum fortlaufenden Ausheben zylindrischer Glaskörper aus der Schmelze» (Vertikalziehverfahren).

1929
Hamburg / Steinach
Namenseintragung Vitrulan

Der Name "Vitrulan" wird geschützt (Lt. "Vitrum = Glas" und "Lana = Wolle".)

Neue Produkte wie z. B. Isolierschalen aus Glasfasern, die eine saubere, schnelle und damit kostengünstige Montage dieses Isoliermaterials auf Rohrleitungen ermöglichen, werden entwickelt. Der Handel dieser Produkte geschieht über Hamburg, Büroadresse Chilehaus. Die Geschäfte gedeihen besonders gut.

Vitrulan Isolierprodukte werden bei der Reichsbahn, in Fernheizungen für Flugplätze, in Rohrleitungen großer Schiffe, in Zuckerfabriken, Ölraffinerien und Kokereien eingesetzt.

1924
Steinach
Verlagerung der Produktion nach Steinach

Die gute Entwicklung der Geschäfte verlangen nach mehr Produktionsfläche. Die Produktion wird von Lauscha nach Steinach verlagert und ausgebaut. Täglich entstehen bis zu 10.000 Kilogramm Glaswolle!

1921
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Hamburg / Lauscha
Gründung der Thüringischen Glaswollindustrie

Die Hamburger Glasaugen‐Händler Cordts und Goldmann sind bereits seit Langem im Kontakt mit dem thüringischen Glashandwerk, Lauscha.

Gemeinsam entdeckt man die Tatsache, dass das als Christbaumschmuck verwendete Engelshaar das Wachs der Kerzen zum Schmelzen bringt, da die Wärmestrahlung brennender Kerzen reflektiert wird. Glasfaserlocken werden zum Wärmeschutz.

Am 11. November gründeten sie mit den Herren Septimius Koch und Karl Greiner‐Petter die "Thüringische Glaswollindustrie", Lauscha.

Ziel ist, die Fabrikation von Glaswolle in größeren Mengen und der weltweite Vertrieb über den Handelsplatz Hamburg.

1896
Haselbach
Gründung einer Glasfabrik

Gründung einer Glasfabrik in Haselbach / Thüringen durch J. und H. Schuller. Der Betrieb wurde
am 16. September als "Glasfabrik Haselbach" ins Gewerberegister eingetragen und wenige Jahre später in die "Wernerhütte" umbenannt. Produktion von Glasröhren und ‐murmeln; ab 1901 auch Tabletten‐ und Reagenzgläser (Herstellung in firmeneigener Glasbläserei).

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