Zum Hauptinhalt springen
Merkliste für Musterbestellung

Wie alles begann...

1896 Gründung einer Glasfabrik in Haselbach/Thüringen durch J. und H. Schuller.
+
Gründung einer Glasfabrik in Haselbach/Thüringen durch J. und H. Schuller.

Haselbach: Gründung einer Glasfabrik in Haselbach/Thüringen durch J. und H. Schuller. Der Betrieb wurde am 16. September als „Glasfabrik Haselbach“ ins Gewerberegister eingetragen und wenige Jahre später in die „Wernerhütte“ umbenannt. Produktion von Glasröhren und -murmeln; ab 1901 auch Tabletten- und Reagenzgläser (Herstellung in firmeneigener Glasbläserei).

1921 Gründung der „Thüringischen Glaswollindustrie“, Lauscha
+
Gründung der „Thüringischen Glaswollindustrie“, Lauscha

Hamburg/Lauscha: Die Hamburger Glasaugen-Händler Cordts und Goldmann sind bereits seit Langem im Kontakt mit dem thüringischen Glashandwerk, Lauscha. Gemeinsam entdeckt man die Tatsache, dass das als Christbaumschmuck verwendete Engelshaar das Wachs der Kerzen zum Schmelzen bringt, da die Wärmestrahlung brennender Kerzen reflektiert wird. Glasfaserlocken werden zum Wärmeschutz. Am 11. November gründeten sie mit den Herren Septimius Koch und Karl Greiner-Petter die „Thüringische Glaswollindustrie“, Lauscha. Ziel ist, die Fabrikation von Glaswolle in größeren Mengen und der weltweite Vertrieb über den Handelsplatz Hamburg.

1924 Steinach: Ausbau der Produktionsflächen
+

Steinach: Die gute Entwicklung der Geschäfte verlangen nach mehr Produktionsfläche. Die Produktion wird von Lauscha nach Steinach verlagert und ausgebaut. Täglich entstehen bis zu 10.000 Kilogramm Glaswolle!

1929 Haselbach/Steinach

Die Geschäfte gedeihen besonders gut. Vitrulan Isolierprodukte werden bei der Reichsbahn, in Rohrleitungen großer Schiffe, in Zuckerfabriken und Ölraffinerien eingesetzt.

1931 Der erste Wandbelag aus Glasgespinst
+

Steinach/Hamburg: Eine echte Innovation! Das Unternehmen produziert den ersten Wandbelag aus Glasgespinst – aus farbigen Gläsern. Der Name „Vitrulan“ wird geschützt (lt. „vitrum“ = Glas und „lana“ = Wolle).

1943

Expansion in Haselbach: Glasstapelfaservorgarn als Asbestersatz, 250 t/Jahr Glasfaserproduktion werden überschritten; Neubau einer Glasziehanlage und eines Gemengehauses.

1946

Steinach/Haselbach: Nach dem Krieg wird das Unternehmen in Steinach für Reparationsleistungen an die UdSSR sequestriert.

1958 Errichtung des Marktschorgaster Werkes
+

Hamburg/Marktschorgast: Nach dem Verlust des Steinacher Werkes hielt Hans F.C. Cordts seine Geschäfte aufrecht. Sogar VW konnte als Kunde gewonnen werden, der Vitrulan-Isolierprodukte im VW Käfer verbaute. Glasgewebe mit einer versteifenden Appretur für Bitumen-Dichtungsbahnen werden gut verkauft. Mit steigenden Ansprüchen an die Bitumen-Dichtungsbahnen entschied sich Hans F.C. Cordts zur Errichtung eines eigenen Werkes. Es wird im Mai 1958 mit 3 Mitarbeitern im oberfränkischen Marktschorgast eröffnet.

1960
+

Marktschorgast: Entwicklung von Spezial-Wärmeisolierteilen mit Kunststoffbeschichtung für VW. Weitere Innovationen: Glasgewebe für Lampenschirme und Dichtungsbahnen für Bedachungszwecke sowie die ersten Glasdekogewebe.

1962
+

1962, Hamburg: Hans F. Cordts wird von seinem Vater als alleinvertretungsberechtigter Geschäftsführer der „Thüringischen Glaswollindustrie, vormals S. Koch GmbH“ eingesetzt. Bis zum Ende der 1960er-Jahre vermarktete das Hamburger Büro alle Produkte aus der Lohnfertigung und des Marktschorgaster Werks.

1968
+

1968, Haselbach: Aufnahme der Produktion von Glasmetallverbindungen für Neonröhren und Halbleiter.

1973 Übergabe der Geschäftsführung
+

Hamburg/Marktschorgast: Nach über 50-jähriger Firmengeschichte Übergabe der Geschäftsführung vom Gründer an seinen Sohn, den Kaufmann und Ingenieur Hans F. Cordts der schließlich als alleiniger Geschäftsführer die Geschäfte von Hamburg nach Marktschorgast verlegt. Das Exportgeschäft wird ausgebaut (z.B. Skandinavien, Österreich, Niederlande). Weitere Anwendungsfelder werden entwickelt: Lampenschirme aus Glasgewebe, die ersten Wandbeläge aus Textilglas, Glasgittergewebe

1978
+

1978: Die Textilglasfabrik Hans F.C. Cordts wird in die Vitrulan Textilglas GmbH umgewandelt und „Vitrulan“ wird als Warenzeichen eingetragen. Als Reaktion auf die enorm steigende Nachfrage nach Glasdekogeweben wird eine 8.000m² große neue Produktionshalle in Marktschorgast in Betrieb genommen.

1979
+

Zeil am Main: Kauf eines ehemaligen AEG Telefunken-Werkes in Zeil am Main mit anschließendem Ausbau als Standort zur Gittergewebefertigung für Vollwärmeschutzsysteme.

1989
+

Marktschorgast/Zeil: Beide Werke sind voll ausgelastet. Produziert werden Glasdekogewebe, Glasarmierungsgewebe, Glasgewebe-Eckwinkel, Bitumenglasgewebe als Schutz und Träger für On- und Offshore Pipeline-Isolierungen, Glas-Isolierprodukte, Textilglasgeflechte für Packungen, Bänder und Konfektionen.

1992 Haselbach: Nach der Wiedervereinigung Deutschlands übernimmt der Gesellschafter Hans F. Cordts das Glaswerk Haselbach in Thüringen am 08. Mai 1992
+
Haselbach: Nach der Wiedervereinigung Deutschlands übernimmt der Gesellschafter Hans F. Cordts das Glaswerk Haselbach in Thüringen am 08. Mai 1992

Es gehörte einst der Firma Schuller und belieferte das Marktschorgaster Werk bereits zu DDR-Zeiten. Spezialisiert ist das Glaswerk Haselbach zu diesem Zeitpunkt auf die Produktion von Glasstäben und die Glasfaserspinnerei. Mit hohen Investitionen in Gebäude und Ausrüstung wird der Standort zu einem leistungsfähigen Hersteller von Glasbitumengeweben, Armierungsgeweben, Stapelfasern und anderen technischen Textilprodukten.

1995
+

Melk: Kauf eines Dekogewebe-Standortes in Melk/Österreich vom Wettbewerber Tasso und Umbau als Produktionsstätte für Gittergewebe.

1995
+

1995, Marktschorgast: Peter Cordts, Sohn von Hans F. Cordts, wird zum Technischen Geschäftsführer bestellt. Das Unternehmen wird nach DIN EN ISO 9001 zertifiziert.

1996 100-Jähriges Jubiläum in Haselbach
+

Zum 100-jährigen Jubiläum des „Glaswerkes Haselbach“ sind sämtliche Sanierungsmaßnahmen abgeschlossen: Investitionen von rund 20 Mio. DM, Abriss des alten Techniker-Gebäudes und Neubau einer großen Lagerhalle. Stilllegung der Glasschmelzwanne für Glasröhren und -stäbe in Haselbach und Investitionen in den Neubau einer modernen Glasstapelfaserspinnerei.

1998
+

Melk/Haselbach: Verlagerung der Melker Produktion nach Haselbach.

2001

Marktschorgast: Die Vitrulan Textilglas GmbH führt Glas-Wandbeläge mit der „Aqua Technologie“ ein. Bei dieser Innovation ist der Kleber bereits auf der Gewebebahn aufgebracht und muss nur mit Wasser aktiviert werden.

2001
+

2001, Haselbach: Glaspellets sind der Rohstoff, aus dem in der Spinnerei das Stapelfaservorgarn hergestellt wird. Das fertige Stapelfaserband wird als Schussmaterial in die entsprechenden Abteilungen, z.B. in die Weberei oder Zwirnerei, aber auch zur Weiterverarbeitung nach Marktschorgast verschickt.

2002
+

2002, Valmiera/Marktschorgast: Strategische Beteiligung zu 33 % an der Valmiera Stikla Skiedra AG, Lettland, zur Rohstoffabsicherung.

2002

Haselbach: Beginn der Fertigung von Glasgittergewebe für Verstärkung von Putz und Platten.

2004

Zeil/Haselbach: Verlagerung der Produktion aus Zeil am Main nach Haselbach.

2006
+

2006, Marktschorgast: Gründung der Vitrulan International GmbH als Holding-Gesellschaft mit Peter Cordts als Alleingesellschafter und Geschäftsführer. In Marktschorgast werden 7 Mio. Euro in die Erweiterung von Logistik und Produktion investiert.

2006
+

2006, Moskau/Marktschorgast: Gründung der Vitrulan International GmbH als Holding-Gesellschaft mit Peter Cordts als Alleingesellschafter und Geschäftsführer. Gründung der Vitrulan 000 Moskau als Tochter in Russland. In Marktschorgast werden 7 Mio. Euro in die Erweiterung von Logistik und Produktion investiert.

2007
+

2007, Marktschorgast: Erste Auslieferung des magnetaktiven Wandbelages. Die Sichtseite besteht aus Glasgewebe, die Rückseite aus einer magnetaktiven Beschichtung. Das Patent darauf wird im November 2005 eingetragen.

2007
+

Haselbach: Beginn der Produktion von hochwertiger Stapelfaser für Dekogewebe und Neubau der Produktionsabteilung Ausrüstung. Je nach Verwendungszweck bzw. Kundenwunsch können jetzt durch die Art der Appreturzusammensetzung unterschiedliche Artikeleigenschaften erzielt werden.

2008 Neue Gruppenstruktur
+

Gründung der Vitrulan Technical Textiles mit Sitz in Haselbach unter Einbringung der Armierungs- und Verstärkungsprodukte aus der Vitrulan Textilglas. Die Vitrulan International GmbH übernimmt als Holding die Führung der Gruppe.

2010 SYSTEXX by Vitrulan
+

Die Vitrulan Textilglas GmbH bringt mit „SYSTEXX by Vitrulan“ erstmalig eine eigene Marke auf den Markt.

2012 Jubiläum in Haselbach

Zum 20-jährigen Jubiläum der VTT wird der Umbau des Verwaltungs-gebäudes fertiggestellt. Die VTT wird von der IHK Südthüringen zum „Unternehmen des Jahres“ mit dem MuT (Mittelstand und Thüringen)-Preis ausgezeichnet.

2015
+

Marktschorgast: Die Produktion von Glasgeweben als Wandbeläge und Tapeten wird stetig weiterentwickelt. Ab Herbst 2015 ist die AcousTherm Tapete erhältlich. Sie reduziert einerseits merklich den Hall, dämpft Schallwellen und sorgt andererseits für einen verzögerten Wärmefluss in das Mauerwerk.

2016
+

2016: Die Industrieholding Adcuram Group AG, München, erwirbt im Rahmen einer Nachfolgeregelung 90% der Anteile der Vitrulan Group. Der Kaufvertrag wurde am 7.10.2016 mit den Gesellschaftern unterzeichnet. Der bisherige Mehrheitsgesellschafter Hans Peter Cordts bleibt mit 10% an den operativen Gesellschaften Textile Glass und Technical Textiles beteiligt.

2018 Gründung V4heat GmbH
+

Die neugegründete V4heat GmbH wird Mitglied der Vitrulan Gruppe. Sie steht für Entwicklung und Vertrieb von intelligenten Infrarot-Heizsystemen. Dabei bleibt Vitrulan seinem vielfältigen Werkstoff „Glas“ treu: die innovativen V4heat Flächenheizungen basieren auf Glas-Gittergeweben, wie sie in ähnlicher Form produziert und als Armierungsgewebe im Bau eingesetzt werden.

2019 Vertriebskooperation mit der Knauf Gips KG
+
Vertriebskooperation mit der Knauf Gips KG

Marktschorgast/Iphofen: In einer Vertriebskooperation mit der Knauf Gips KG bringen die beiden Unternehmen nach gemeinsamer Entwicklung eine akustisch leistungsfähige und optisch ansprechende Akustikdecke auf den Markt. Eine Lösung, auf die viele Architekten seit Jahren warten: eine glatte, geschlossene, akustisch wirksame Decke.

Schließen